Brain Food: Gebrannte Mandeln mit Kreuzkümmel und Chili

Herzlich Willkommen in unserer Kategorie “Nervennahrung”! Einmal im Monat wollen wir hier Rezepte vorstellen, die – im engeren oder im weiteren Sinne – für starke Nerven und ein waches Gehirn sorgen. Zugegeben, wir konnten uns auch einfach nicht ganz von der Idee trennen, einen PhD- und Foodblog zu schreiben!

Heute geht es los mit einem Rezept für herzhafte gebrannte Mandeln! Sie sind in 15 Minuten zubereitet und eignen sich auch gut als kleines Weihnachtsgeschenk für Freunde und Verwandte oder zum Wichteln mit dem Lehrstuhl. Ich wollte ursprünglich meine auch verschenken, nur irgendwie sind die alle von selbst verschwunden…

Mandeln sind voller guter Dinge fürs Gehirn: Sie enthalten Vitamin E, was die Gehirnzellen vor Verkalkung schützt, Vitamin B6, welches die Konzentrationsfähigkeit verbessert sowie vor Müdigkeit schützt und Magnesium, welches die Nerven im Gehirn stärkt. Riboflavin und L-Carnitin regen die Gehirnaktivität an: L-Carnitin schützt die Nervenzellen und Nervenfasern vor dem Absterben. Die Proteine reparieren die Gehirnzellen. Regelmäßiger Verzehr von Mandenln trägt möglicherweise auch dazu bei, die Erinnerung zu verbessern. Darüber hinaus sind Mandeln Lieferant von den für das Gehirn so wichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega 3 und Omega 6). Also lauter gute Gründe, Mandeln zu essen!

Ganz idealerweise verzehrt man die Mandeln übrigens, nachdem man sie ca. 8 Stunden eingelegt hat. Dadurch werden die in den Mandeln enthaltene Phytinsäure, Tannine und die Enyminhibitoren abgebaut, sie sind besser verdaulich und die in den Mandeln vorhandenen Nährstoffe lösen sich besser. Aber ganz ehrlich, wer will schon eingelegte Mandeln verschenken?

Nun will ich nicht behaupten, dass man unbedingt mehrmals täglich von diesen Mandeln essen sollte. Aber es ist ja Weihnachtszeit und gesünder als Lebkuchen und Zimtsterne sind sie allemal!

Ich habe sie übrigens gebrannte Mandeln genannt, weil sie unter anderem mit Zucker geröstet werden – es ist aber viel weniger Zucker als üblicherweise in gebrannten Mandeln verwendet wird und der Zucker dient vor allem dazu, die Gewürze zu binden. Lasst euch nicht abschrecken von den ungewöhnlichen Gewürzkombination – man schmeckt nur einen Hauch vom Kreuzkümmel und vom Chili heraus!

Rezept für gebrannte Mandeln mit Kreuzkümmel und Chili

 Das Originalrezept findet ihr bei Everybody Likes Sandwiches, die es wiederum von Martha Stewart haben. Ich habe es hier leicht abgewandelt. Im Original wird Aleppo-Pfeffer verwendet, aber der ist aus nachvollziehbaren Gründen gerade schwer zu kriegen. Süße Paprika und Cayennepfeffer ersetzen ihn mit einer scharf-fruchtigen Note.

Zutaten:

1 Esslöffel Biskin (im Originalrezept wird Ernussöl verlangt, das hatte ich nicht da und habe ein anderes neutrales Öl mit einer hohen Erhitzbarkeit genommen)

200g Mandeln

1 Esslöffel Zucker

1 halber Teelöffel Salz

1 halber Teelöffel Kreuzkümmel

1 halber Teelöffel süßes Paprikapulver

1 Prise Cayennepfeffer (je nach Stärke)

In einer mittelgroßen Schüssel Salz, Kreuzkümmel, Paprikapulver und Cayennpfeffer vermischen und beiseite stellen.

In einer Pfanne auf mittlerer Hitze das Öl erhitzen und die Mandeln darin wenden, bis alle ganz von Öl bedeckt sind. Dann einen Esslöffel Zucker hinzugeben und ständig rühren, bis der Zucker geschmolzen ist und karamellisiert – es bilden sich dann Fäden zwischen den Mandeln. Das dauert ca. 5-8 Minuten. Darauf achten, dass die Mandeln nicht verbrennen!

Jetzt die Mandeln in die vorbereitete Schale mit den Gewürzen geben und alles gut vermischen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech trocknen und abkühlen lassen.

Guten Appetit und frohes Schaffen!

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