Das Home Office meistern, oder: Wie ich lernte, von zu Hause aus zu arbeiten

Während meines Masterstudiums sah mein Tagesablauf meistens so aus: Ich wachte gegen halb 9 auf, frühstückte, machte mich auf den Weg zum Seminar und verbrachte den Rest des Tages abwechselnd im Seminar und in der Bibliothek, wo ich meine Texte las. Oder lesen sollte. Tatsächlich war ich häufig damit beschäftigt, königliche Hochzeiten oder amerikanische Wahlkampfreden live zu verfolgen, lang gedehnte Mittags- oder Kaffeepausen zu machen oder meinen Kaffee und meine Schokoriegel unbemerkt in die Bibliothek zu befördern (erfolgreich!).

Aber die Texte mussten ja trotzdem gelesen werden. Das tat ich abends und nachts. Die richtig produktive Phase begann meistens so gegen 20, 21 Uhr – ich setzte mich mit meinem Laptop oder Text ins Bett und las so lange oder arbeitete so lange an der Hausarbeit, bis mir die Augen zufielen. Das war meistens so zwischen 1 und halb 2 Uhr nachts. Dann klappte ich den Laptop zu und legte ihn direkt neben mein Bett, wo ich ihn morgens gleich griffbereit hatte, um meine Mails zu checken. Continue reading “Das Home Office meistern, oder: Wie ich lernte, von zu Hause aus zu arbeiten”

Ich mache Tierversuche – Teil 1

Im vergangenen Jahr suchte ich eine Wohnung und schaute mir eine WG an. Tolle Lage, eine traumhafte Wohnung und eine super nette Mitbewohnerin. Ich war begeistert. Wir hatten uns schon eine Stunde oder so unterhalten und es war klar, dass wir uns bald verabschieden würden. Zeit für eine weitere wichtige Wahrheit. „Du, eins muss ich dir noch sagen. Ich mache Tierversuche.“.

Ich krieg Herzklopfen bei diesem Satz. Nicht das Gute, das, wie wenn man auf dem 10m-Turm steht. Aber es ist nun mal so: Ich mache Tierversuche. Natürlich bin ich da nicht einfach reingerutscht. Ich wusste auf was ich mich einlasse, als ich mit meiner Masterarbeit anfing und ich habe mich bewusst dafür entschieden, für eine Promotion zu bleiben.

Warum also fühle ich mich so unwohl dabei davon zu erzählen? Klar, es wird immer mal wieder kritisch darüber berichtet und die deutsche Öffentlichkeit findet es verständlicherweise nicht richtig Affen für Abgastests einzusetzen. Auch in Bremen und Tübingen gab es enorme Widerstände gegen neurowissenschaftliche Forschung an Affen. Aber gegen medizinische Forschung an Ratten und Mäusen habe ich selten etwas gehört.

Vielleicht bin ich mir selbst nicht ganz sicher, ob das was ich da tue richtig ist. Deswegen wird das hier auch kein kurzer Post, sondern eine Reihe.

Teil 1: Die klassischen Positionen der Tierethik: Was dürfen wir mit Tieren tun und was nicht?

Teil 2: Zahlen und Fakten: Wie viele Tierversuche werden in Deutschland durchgeführt? An welchen Tieren? Für welche Forschung? In welcher Industrie? Und haben uns Tierversuche jemals auf den Menschen übertragbare Fortschritte gebracht?

Teil 3: Die aktuelle rechtliche Lage in Deutschland, insbesondere NRW: Was steht eigentlich im Gesetz? Wer genehmigt Tierversuche? Was muss in solchen Anträgen stehen?

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Nervennahrung: Apfel-Möhre-Nuss-Muffins

Heute gibt es wieder Nervennahrung für euch! Diese leckeren, wunderbar weich-würzigen Muffins sind voller guter Zutaten für euer müdes Gehirn: Apfel, Möhre, Walnüsse, Joghurt, Vollkornmehl… Dass Nüsse gut fürs Gehirn sind, haben wir ja schon festgestellt. Walnüsse versorgen uns mit B-Vitaminen für die Konzentration und gegen Müdigkeit und der hohe Anteil an Lecithin beschleunigt die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns. Außerdem sollen Walnüsse angeblich helfen, Stress zu reduzieren – einen Versuch ist es allemal wert! Die Muffins enthalten nicht viel raffinierten Zucker, da der größte Zuckeranteil aus dem Apfel und dem Apfelmus kommt. Also kein (allzu) schlechtes Gewissen nötig!

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Wie ist es eigentlich… in England zu promovieren?

Heute haben wir eine Gastautorin aus England eingeladen: Christine Stedtnitz promoviert in Politikwissenschaften an der University of Essex. In ihrer Dissertation untersucht sie das Wahlverhalten in polarisierten Wahlkämpfen, insbesondere den Umgang mit falschen Fakten und mit Fakten, die die eigene politische Meinung herausfordern.

Hier ihr Erfahrungsbericht über das Promovieren in Brexit-Land!

Keine Lust mehr auf miefende alte verkrustete deutsche Unigebäude? Wie wär’s mit miefenden alten verkrusteten britischen Unigebäuden? Der Gedanke plagte mich vor gut drei Jahren, erst der erste, dann der zweite, und so erwachte ich eines Tages in einer bezaubernden britischen Kleinstadt, römisch, die älteste römische Stadt Großbritanniens (!) die, wie so oft, unter lateinischem Namen bekannter ist als unter Deutschem (Colchester, oder, wie bei Asterix bei den Briten, Camulodunum), mit dem Zug eine Stunde nordöstlich von London, mit dem Fahrrad eine Stunde westlich vom Wasser. Die Uni Essex stand der Uni Konstanz, vor der ich kam, in ihrem brutalistischen Charme der sechziger Jahre in nichts nach und so fühlte ich mich sogleich zuhause. Nach zweieinhalb Jahren also ein kurzer Leitfaden für den potentiellen Großbritannienpromovenden zum Thema Deutschland gegen England. Wir behandeln zwei Themen: England und englische Unis.

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Was sind Journal Impact Factor und h-Index?

Eine meiner liebsten Prokrastinations-Webseiten ist Piled Higher and Deeper von Jorge Cham. Er hat auch diesen Comic zu seinem Impact Factor gezeichnet:

“Piled Higher and Deeper” by Jorge Cham www.phdcomics.com

Ich hab aber ziemlich lange nicht verstanden was dieser h-Index eigentlich ist und wie/ob man ihn einschätzen kann. Es ist aber in Uni-Kreisen total hip solche Metrikern zu kritisieren/ zu verherrlichen /zu  manipulieren/ lässig abzutun /verzweifelt abzutun. Damit wir da alle mitmachen können, habe ich ein bisschen nachgelesen und das hier für euch zusammengefasst.

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Citavi vs. Zotero: Ein Erfahrungsbericht

Als frische Doktorandin bin ich mit lauter guten Vorsätzen in die Promotion gestartet. Einer davon war: Endlich Schluss mit manuellem Zitieren! Ab jetzt mache ich alles mit einem Literaturverwaltungsprogramm. Ich hatte schon mitbekommen, dass das irgendwie alle so machen und dass das anscheinend ziemlich viel Arbeit spart – nur war ich bislang zu faul gewesen, mit ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Viel Spaß beim Zitieren! Foto: Heffloaf/CC-BY-SA-4.0

Dieser Blogpost ist für alle gedacht, die noch nicht mit einem Literaurverwaltungsprogramm arbeiten (also so etwas wie Endnote, Citavi, Refworks, Zotero etc. Ihr habt bestimmt schon einmal davon gehört) oder mit ihrem unzufrieden sind und sich fragen: Worauf sollte ich achten bei der Wahl eines Programms? Was gibt es überhaupt für Programme und welche Vor- und Nachteile haben sie?

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Nervennahrung: Mittagessen

Für die Tage an denen man keine Lust auf Mensa hat und Essen gehen zu teuer wird, gibt es eine fantastische Lösung: etwas mitnehmen.

Heute gibt es eine Inspiration für leckeren und gesunden Nudelsalat. Ich nehme den sehr gerne so oder in einer Abwandlung mit. Ich muss aber gestehen, es ist die Sorte Mittagessen, die man am Abend vorher vorbereiten muss. Außer ihr habt morgens sehr viel Zeit.

Während die Zutaten noch ziemlich fotogen sind, scheint es mir ein Ding der Unmöglichkeit einen Nudelsalat in einer Tupperdose ansprechend zu fotografieren.

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Wie schreibe ich schnell einen guten Forschungsüberblick?

Standing on the Shoulders of Giants – das Motto von Google Scholar fasst den Sinn eines Forschungsüberblicks gut zusammen. In der Tat fange ich ja mit meiner Dissertation nicht bei Null an. Vielmehr reihe ich mich ein in einen Forschungsdiskurs, der manchmal schon seit Jahrzehnten geführt wird. Im Forschungsüberblick ordne ich daher meine Fragestellung in das große Ganze ein: Wer war vor mir? Auf welchen „Schultern“ stehe ich? Auf welche Debatten nehme ich Bezug? Was ist an Vorarbeiten schon geleistet worden? Welche Studienergebnisse berücksichtige ich? Und, am wichtigsten: Welche eklatant klaffende Lücke lässt die bestehende Forschung, die ich Doktorandin—Applaus, Applaus—endlich fülle?

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Deine Arbeit des letzten Jahres in 10 Minuten – der Konferenztalk

In den Naturwissenschaften sind Konferenzen in der Regel in sogenannte Sessions gegliedert. Je nach Größe der Konferenz gibt es nur eine Session zur selben Zeit oder auch zehn parallel. Die Session hat üblicherweise ein Thema und zwei Moderatoren. Die Moderatoren kündigen die Sprecher an und moderieren die Fragen des Publikums im Anschluss. Die Vorträge dauern zwischen 8 und 12 Minuten plus 2-3 Minuten für Fragen und es gibt 5 bis 10 Vorträge pro Session.

Du hast also etwa 10 Minuten, die Relevanz deiner Forschung zu zeigen, die Methodik zu erklären, die Ergebnisse zu präsentieren und sie im Vergleich zu anderen Arbeiten zu diskutieren. Auf Englisch natürlich. (In anderen Disziplinen können Konferenzen ganz anders aussehen – dazu wird es auch noch einen Artikel geben.)

Das ist eine ganz schön schwierige Aufgabe. Hier ein paar Hinweise, die vielleicht helfen.

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Auf der anderen Seite: meine erste Vorlesung

Das hier ist kein how-to! Ich habe im Wesentlichen keine Ahnung wie man eine gute Vorlesung hält und habe noch nie eine geplant. Meine Erfahrung beschränkt sich auf eine Vertretungsstunde mit dem Material meines Profs.

Hier das Protokoll.

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