Wie du von der VG Wort Geld für deine Veröffentlichungen bekommst

So vie Geld wird es vermutlich nicht regnen… aber ein Restaurant-Besuch ist schon drin! Foto von Chiara Daneluzzi auf Unsplash

Wer in den letzten Jahren YouTube genutzt hat und ein bisschen die öffentliche Diskussion mitverfolgt hat, der kennt die GEMA: Die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs-und mechanische Vervielfältigungsrechte) verwaltet die Rechte von Musikschaffenden. Wenn zum Beispiel dein Männerchor eine Soulversion von Revolverhelds „Ich lass für dich das Licht an“ aufführen will, muss er dafür die Rechte bei der GEMA erwerben. Die GEMA wiederum sorgt dafür, dass Revolverheld an den Einnahmen, die euer Konzert generiert, beteiligt wird. 

Was ist die VG Wort und warum kriege ich Geld von denen?

Was die GEMA für Musikschaffende ist, ist die VG Wort für alle Leute, die Texte veröffentlichen. Die Verwertungsgesellschaft Wort ist ein Verein, der Autoren und Verlage an den Einnahmen beteiligt, die durch die Nutzung ihrer Werke entstehen. Autorinnen und Autoren, Blogger, Journalisten und Wissenschaftler erhalten für Texte, Bücher, Ton- und Filmwerke, die sie veröffentlichen, Geld von der VG Wort. Das funktioniert, indem zum Beispiel über Kopiergeräte eine Abgabe an die VG Wort errichtet wird. Tatsächlich ist die Kopiergerätevergütung die größte Einnahmequelle für die VG Wort: 2018 nahm die VG Wort rund 139 Millionen Euro (von 217 Millionen Euro) über Kopiergeräteabgaben ein. Andere Einnahmequellen sind zum Beispiel Bibliothekstantieme, Abgaben von Schulbuchverlagen für die Nutzung von Texten in ihren Schulbüchern, Videovermietung oder Fotokopien in Schulen (eine genaue Aufschlüsselung findet ihr im Geschäftsbericht 2018 auf Seite 4).

Dieses Geld sammelt und verwaltet die VG Wort und schüttet einmal im Jahr nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel (aber nur nach vorheriger Anmeldung der Beiträge durch die Autorinnen) Geld an die Urheber der Texte aus.

Das ist für Nachwuchswissenschaftler besonders interessant, da unsere Veröffentlichungen ja normalerweise kein Geld für uns generieren. Artikel für Journals werden in der Regel nicht vergütet und auch für einen Beitrag in einem Sammelband bekommst du vielleicht Ruhm und Ehre, aber kein Geld. Das kann die VG Wort zumindest anteilig auffangen.

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Wie, wo und wann schreibt man eigentlich eine empirische Doktorarbeit? Ein paar praktische Aspekte.

Auch ein wichtiger Tipp: irgendwann muss man anfangen und sich damit anfreunden, dass der erste Entwurf von fast allem katastrophal ist.

Nachdem man sich durch Jahre der Datenakquisition (zu den Freuden und Leiden einer experimentellen Diss, siehe hier), -verarbeitung und -analyse gekämpft hat, steht nur noch ein winziges Detail zum Abschluss der Dissertation vor einem: das tatsächliche Schreiben eben dieser.

Ich habe diesen Prozess gerade begonnen und habe definitiv mehr Fragen als Antworten. Aber vielleicht ist es für die Eine oder den Anderen hilfreich von meinen Versuchen und Ideen zu hören. Heute geht es um die ganz praktischen Aspekte des Schreibens, also wie, wo und wann schreibe ich. Außerdem gibt es noch eine Idee, sich der Struktur seiner Diss zu nähern.

Falls ihr mit der Diss schon fast fertig seid, hier hat Ulrike darüber geschrieben, wie man einen guten Schlussteil verfasst. Und für uns alle gibt es hier einen Pep-talk von Ulrike, dass wir das wirklich auch schaffen können.

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