Krisen während der Doktorarbeit

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Die allermeisten Doktorandinnen und Doktoranden erleben während ihrer Doktorarbeit eine ernsthafte Krise. Vielleicht auch zwei oder drei.

Grund dafür können die Umstände der Promotionsstelle sein wie zum Beispiel ein schwieriger Professor, eine zerstrittene Arbeitsgruppe oder dass Versprechen bezüglich der Stelle oder der Laborausstattung nicht eingehalten werden.

Auch die finanzielle Lage ist für viele Doktoranden, insbesondere auf Stipendien oder mit Kindern ein Stressfaktor. Wenn das Gehalt in der Unistadt kaum zum Leben reicht, wird ein Großteil unserer mentalen Kapazitäten von der Sorge um die nächste Miete beansprucht.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Leistungsdruck. Es gibt extrem kompetitive Arbeitsgruppen und Professoren. Wenn man dann noch eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, ist man auf eine beeindruckende Publikationsliste angewiesen.

In empirischen Arbeiten kann man einfach Pech mit Experimenten, Interviews oder Studienteilnehmern haben. Vielleicht geht wichtiges Equipment kaputt oder Studienteilnehmer verschwinden unangekündigt.

Auch Krisen im persönlichen Leben wirken sich auf die Doktorarbeit aus. Das kann eine Trennung sein, eine Krankheit, der Tod eines Angehörigen oder die plötzliche Notwendigkeit jemanden zu pflegen. Einige Doktorand*innen leiden an psychischen Problemen wie Depressionen.

Zum Glück bleiben die meisten Doktorand*innen vor solchen großen Unglücken verschont. Dennoch kämpfen viel um die nötige Motivation und Disziplin. Um das Selbstbewusstsein, das man in der akademischen Welt braucht und damit sich selbst zu organisieren. Ein riesiges Projekt, viel Zeit und wenig Zwischenziele sind für viele ein Alptraum. Alle Doktoranden kämpfen mit Motivationstiefs und Tagen oder Wochen in denen man einfach nicht weiter kommt.

Im Café cum laude gibt es dementsprechend schon eine ganze Menge Artikel, die euch in Krisen weiterhelfen können indem sie Tipps an die Hand geben und klar machen, dass niemand mit diesen Sorgen alleine ist. Hier findet ihr unsere Beiträge zu den häufigsten Krisen der Doktorarbeit.

Krise Nr 1: Psychische Probleme

Fast alle Doktoranden hadern während ihrer Dissertation mit Prokrastination oder dem Gefühl einfach nicht gut genug zu sein.

Einige Doktorand*innen erleben während ihrer Dissertation sogar schwerwiegende psychische Probleme. Falls du akut davon betroffen bist, wende dich an den psycho-sozialen Dienst deiner Universität oder an die anonyme Hilfe-Hotline deiner Uni (oft heißt die Nightline). Oder ruf hier an:

Deutschland: Telefon-Seelsorge: 0800-111-0-111  (evangelisch) oder 0800-111-0-222 (katholisch) – natürlich muss du nicht religiös sein, um dort Hilfe zu bekommen!

Depression während der Doktorarbeit: Ein Erfahrungsbericht

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Wie schaffe ich es, Abstand von der Diss zu gewinnen?

Krise Nr 2: Motivationstief

Fast jeder Doktorand*in fehlt manchmal die Motivation. Dann hilft es sich seine Erfolge vor Augen zu führen und die momentane Motivationskrise in die richtige Perspektive zu setzen.

Wie feiert man eigentlich seine Erfolge?

„Non-Page-Victories” oder: Erfolge jenseits der getippten Seite

Macht’s noch Spaß? Nein.

Krise Nr 3: Wie arbeitet man eigentlich strukturiert?

Wenn es die eine Methode gäbe, um konzentriert und effektiv zu arbeiten, dann gäbe es nicht eine Million Bücher darüber. Offensichtlich ist es nicht so einfach sich zu konzentrieren und diszipliniert zu sein. Trotzdem kann es wertvoll sein eine neue Methode auszuprobieren oder einen anderen Blickwinkel einzunehmen.

Konzentriert Arbeiten

Die Doktorarbeit als 40-Stunden-Woche

[Interview-Reihe:] Nachgefragt bei … Julia Simoleit (Julia Simoleit ist Koordinatorin der Graduiertenschule und des Habilitandenkollegs im Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster.)

Krise Nr 4: Hat das alles einen Sinn?

Die Liebe zur Forschung in Zeiten von Corona

Ist (deine) Forschung wichtig?

Ich mache Tierversuche – Teil 1