Ab in die Sommerpause!

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In den letzten Wochen ist es hier ruhig geworden – das liegt daran, dass die bisher noch nicht promovierten Teile des Cafe cum Laude Teams gerade mit Sieben-Meilen-Stiefeln in Richtung Abgabe sprinten!

Genau wie beim Marathon ziehen sich die letzten Meter der Diss ganz besonders fies in die Länge – und danach muss man sich erstmal regenieren.

Über dieses Thema werden wir natürlich demnächst berichten, freuen uns auf dem Austausch hoffen auf viele spannende Gastbeiträge (hast du Lust, auch etwas zu schreiben? Melde dich!) Erstmal verabschieden wir uns aber in die wohlverdiente Sommerpause!

Dass Urlaub auch während der Promotion wahnsinnig wichtig ist, haben wir hier bereits beschrieben und Tipps zum abschalten findest du hier und hier!

Wir wünschen euch einen schönen Sommer und sind am 26. August wieder für euch da!

Euer Team von Cafe cum Laude

Am Weg zur Veröffentlichung deiner Doktorarbeit: Welche entscheidenden Fragen du dir dabei stellen solltest

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Ob deine Diss gerade fertig geworden ist oder du noch mittendrin steckst – früher oder später müssen sich alle von uns mit dem Thema Publikation auseinandersetzen. Und das kann ein ebenso motivierendes Thema (endlich das eigene Buch in der Hand halten!) wie einschüchterndes Projekt sein (wie, dafür muss ich zahlen?). Wir freuen uns sehr, dass Claudia Macho in diesem Beitrag ein wenig Licht ins Dickicht des Publikationsdschungels bringt!

Dr. Claudia Macho

Gastautorin Dr. Claudia Macho war mehrere Jahre lang als Programmplanerin für Fachbuchverlage in Österreich und Deutschland tätig. Heute unterstützt sie als Schreibcoachin Promovierende beim erfolgreichen Konzipieren, Verfassen und Publizieren von wissenschaftlichen Textprojekten und leitet Workshops und Seminare für NachwuchsforscherInnen zum Thema „Wissenschaftliches Schreiben mit Klarheit, Strategie und Schwung“. (Mehr findest du unter www.claudiamacho.at)

Mehrere Jahre hast du in dein Projekt „Promotion“ investiert und endlich liegt dein abgeschlossenes Manuskript auf dem Tisch. Gratulation an dieser Stelle schon einmal – ich bin mir sicher, der Weg dorthin war nicht immer einfach!

Jetzt steht aber noch eine große Aufgabe an: die Veröffentlichung. Und dieser finale Schritt muss nicht so kompliziert sein, wie du vielleicht denkst! In diesem Artikel zeige ich dir nämlich die wichtigsten Fragen, die du beim Publizieren deiner Doktorarbeit berücksichtigen solltest.

Nach dem Lesen hast du Klarheit darüber:

  • wann und warum die Veröffentlichung deiner Dissertation überhaupt notwendig ist,
  • welche Formen der Publikation es gibt und welche sich wofür anbietet,
  • und wie du vor diesem Hintergrund deine optimale Publikationsstrategie festlegst.

1. Die Dissertation als eigenständige Publikation

Lass uns also bei der ersten und vielleicht wichtigsten Frage anfangen, die du dir stellen solltest: musst du deine Dissertation überhaupt als eigenständiges Werk veröffentlichen? Und wenn ja, wann?

Grundsätzlich gilt: im Fall einer kumulativen Dissertation wird durch die Veröffentlichung von Einzelbeiträgen/Papers bereits die Publikationspflicht erfüllt. Du musst hier nach Abschluss deiner Promotion in der Regel nur mehr einige Exemplare für die Universitätsbibliothek binden lassen, aber deine Arbeit als Gesamtwerk nicht nochmals veröffentlichen.

Anders sieht es im Fall einer monographischen Dissertation aus, von der meist im Lauf des Promotionsverfahrens noch wenig bis gar nichts veröffentlicht wurde.

Hier regelt die jeweilige Promotionsordnung deiner Hochschule, welche Auflagen für das Erfüllen der sogenannten Publikationspflicht gelten. In Österreich etwa ist es ausreichend, dass eine vorgeschriebene Anzahl an gebundenen Exemplaren für die Universitätsbibliothek zur Verfügung gestellt wird. In Deutschland muss jede Dissertation einen offiziellen Veröffentlichungsprozess durchlaufen – das heißt entweder in gedruckter Form (zB über einen Verlag) oder in elektronischer Form (zB über das Hochladen in einem dafür vorgesehenen Repositorium der Universität) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Am besten kontrollierst du also gleich einmal, was die Promotionsordnung deiner Hochschule hierfür vorsieht. Ist die offizielle Veröffentlichung deiner Arbeit integraler Bestandteil deines Promotionsverfahrens? Welche Möglichkeiten der Veröffentlichung stehen dir zur Verfügung?

In engem Zusammenhang mit diesen Überlegungen steht auch die Frage nach möglichen Fristen, die du dabei berücksichtigen musst. Solche Fristen könnten zB sein:

  • die Promotionsordnung deiner Hochschule sieht die Veröffentlichung innerhalb eines bestimmten Zeitraums vor
  • du selbst benötigst das publizierte Werk zur fristgerechten Vorlage bei einem Fördergeber (zB im Fall eines Promotionsstipendiums)
  • du benötigst das publizierte Werk für anstehende Bewerbungen, Projektanträge oder ähnliches
  • du möchtest aus persönlichen Gründen das Projekt „Promotion“ inklusive seiner Veröffentlichung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vollständig abgeschlossen haben.

Alle diese Überlegungen solltest du möglichst früh anstellen, damit du die nötigen Schritte zeitgerecht in die Wege leiten kannst und keine unerwarteten Überraschungen und terminlichen Engpässe auf dich lauern.

2. Die Publikation als Türöffner – aber wohin eigentlich?

Die zweite und nicht minder wichtige Frage, die du dir stellen solltest, lautet: wozu das Ganze?!

Ist die Veröffentlichung deiner Doktorarbeit für dich ein reiner Formalakt, weil es nun mal so vorgeschrieben ist? Oder knüpfst du daran höhere Erwartungen und Ziele – akademischer, beruflicher oder privater Natur?

Willst du mit einer eigenständigen Publikation deinen ExpertInnenstatus im beruflichen Umfeld erhöhen? Soll die Veröffentlichung deiner Doktorarbeit deine Visitenkarte für eine Karriere in der Wissenschaft sein? Oder kannst du es nicht erwarten der Verwandtschaft, die deine Promotion immer als aussichtslos belächelt hat, endlich ein Buch mit deinem Namen als AutorIn unter die Nase zu reiben? (Alles völlig legitime Motive übrigens ;-))

Geh einmal in dich und frag dich ehrlich: Was erhoffst du dir von der Publikation deiner Doktorarbeit? Wozu soll dir die Veröffentlichung nutzen? Welches übergeordnete Ziel verfolgst du damit?

Dein „Warum?“ und „Wozu?“ für die Publikation deiner Dissertation zu kennen, wird dir nämlich entscheidend helfen, im nächsten Schritt das optimale „Wie?“ deiner Publikationsstrategie festzulegen. Und genau darum kümmern wir uns gleich.

Es gibt nämlich verschiedene Wege, auf denen du deine Doktorarbeit der Öffentlichkeit zugänglich machen kannst. Aber nicht jeder Weg führt ans gleiche Ziel.

3. Fachverlag, Self-Publishing oder Elektronische Veröffentlichung – was ist denn nun am besten?

Die gängigsten Publikationswege – über einen Fachverlag, im Selbstverlag/Self-Publishing oder auf elektronischem Weg (zB direkt über deine Universität) – bringen dein Werk in unterschiedlicher Form in Umlauf: manche günstiger, manche teurer, manche rascher, manche aufwendiger, manche mit höherem wissenschaftlichen Prestige, manche mit geringerem.

Keiner dieser Wege ist per se besser oder schlechter. Dein persönlicher Hintergrund und das Ziel, das DU damit verfolgst, entscheiden erst darüber, welche Form der Publikation für dich die beste ist.

Du solltest dir also im nächsten Schritt besonders über die folgenden Fragen Gedanken machen:

  • Welche Reichweite und Autorität soll deine Publikation in ihrem Fachumfeld genießen?
  • Wieviel Budget bist du bereit, in die Veröffentlichung zu investieren?
  • Wie eigenständig und frei willst du beim Publizieren sein? Was kannst du im Prozess der Publikationsvorbereitung, -vermarktung und -vertreibung bei Bedarf selbst übernehmen, wobei benötigst du professionelle Unterstützung?

Die Wahl der für dich besten Publikationsstrategie wird sich maßgeblich daran orientieren, wie du diese Fragen beantwortest und gewichtest. Einige ausgewählte Überlegungen dazu möchte ich dir im Folgenden präsentieren.

Reichweite und Autorität

Je nachdem, welches Ziel du mit deiner Publikation verfolgst, wird es für dich wichtig oder eben nicht so wichtig sein, dass deine Arbeit einem breiten Fachpublikum bekannt gemacht wird.

Eine Publikation bei einem renommierten Verlag kann für dich die entscheidende Triebfeder sein, um künftig als ExpertIn in deinem Fach wahrgenommen zu werden. Im Gegensatz dazu gehen elektronische Publikationen und Publikationen im Eigenverlag mit eher geringem wissenschaftlichen Prestige einher – sie sind meist schlechter auffindbar und werden daher auch seltener gelesen und zitiert.

Budget

Eine rein elektronische Publikation hat zwei entscheidende Vorteile: sie ist rasch abgewickelt und kostenfrei.

Anders verhält es sich, wenn du dein Werk über einen Verlag herstellen und vertreiben lässt. Bei einem angesehenen Wissenschaftsverlag wirst du hier – je nach Art der Publikation, Ausstattung und Leistung – mit Kosten zwischen etwa 1.500€ und 5.000€ rechnen müssen. Handelt es sich bei deiner Dissertation um ein umfangreiches Manuskript mit vielen Abbildungen, die qualitativ hochwertig abgedruckt werden müssen (zB im Fall einer kunsthistorischen Arbeit) kann der Betrag auch schon mal in den fünfstelligen Bereich steigen.

Vielen Promovierenden verlangt der Publikationsweg über einen Verlag damit schon aus finanziellen Gründen viel ab. Wo ist deine finanzielle „Schmerzgrenze“?

Eigenständigkeit vs. Professionelle Unterstützung

Vor dem Hintergrund des Gesagten erscheint die Publikation im Eigen- oder Selbstverlag wie das Beste aus allen Welten: eine offizielle Veröffentlichung, aber ohne die hohen Kosten, die eine Verlagspublikation mit sich bringen würde. Das stimmt grundsätzlich, denn bei einer eigenständigen Veröffentlichung hast DU in allen Belangen das Steuer in der Hand.

Es bedeutet aber auch, dass du dich alleine um sämtliche Aufgaben im Publikationsverfahren kümmern musst – das kann ganz schön nervenaufreibend und am Ende sogar unerwartet teuer sein. Im Fall einer Verlagspublikation erhältst du während des gesamten Prozesses professionelle Unterstützung und weißt dein Projekt immer in guten Händen.

Du siehst: die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Publikationsform kann für jedes Projekt unterschiedlich ausfallen. „One size fits all“ gibt es hier leider nicht.

Mit den beschriebenen Schritten findest du aber einen ersten Durchblick im Dschungel der Möglichkeiten und kannst für dich eine umsichtige Entscheidung treffen. Die Reise zur ersten eigenen Veröffentlichung ist nämlich in jedem Fall eine sehr spannende – und ich wünsche dir viel Erfolg und Freude dabei!

Hier die Schritte, die ich dir empfehle, nochmals in einer kurzen Zusammenfassung:

  1. Recherchiere die an deiner Hochschule geltende Promotionsordnung und verschaff dir einen Überblick, welche Auflagen du beim Veröffentlichen deiner Doktorarbeit zu berücksichtigen haben wirst.
  2. Erstell einen Zeitplan für die Veröffentlichung, sofern du verbindliche Fristen einhalten musst.
  3. Definiere das übergeordnete Ziel, das du mit dieser Publikation anstrebst.
  4. Leite daraus die grundlegenden Erwartungen ab, die du an dein Projekt „Veröffentlichung“ stellst.
  5. Überprüfe nun, welche Form der Publikation vor diesem Hintergrund für dich am besten geeignet ist und lege entsprechend deine Publikationsstrategie fest. (Sollte für dich die Veröffentlichung in einem Fachbuchverlag am attraktivsten erscheinen, findest du in meinem Blogartikel „In 3 Schritten zur Publikation deiner Doktorarbeit bei einem Verlag“ wertvolle Anregungen, wie du nun weiter vergehen kannst.)

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Landläufig wird oft behauptet, eine Dissertation nimmt so viel Raum im Leben ein, dass für eine Beziehung kein Platz mehr bleibt: ab jetzt heißt es Tage im Labor statt Picknicks im Park, ein runtergewürgtes Brötchen vor dem Laptop statt gemütliches Frühstück im Bett, und am Valentinstag ein Vortrag in der Mehrzweckhalle der Uni Bielefeld statt ein romantisches Date. Kein Wunder, dass viele Menschen um ihre Partnerschaft sorgen, wenn sie mit der Promotion beginnen!

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Zitieren in der Doktorarbeit: Plagiate, Urheberrechtsverletzung und das gefürchtete Bildzitat

Dieses Bild dient nur der Illustration aber keine Sorge, ich habe die Lizenz überprüft. Es ist frei verwendbar 🙂

Der Plagiatsvorwurf ist wohl der größte Alptraum aller Wissenschaftler*innen. Und das zu Recht. Die wissenschaftliche Arbeit einer anderen Person als die eigene auszugeben ist nicht in Ordnung. Soweit klingt es einfach: wenn ich Ideen/ Erkenntnisse/ Daten Anderer nutze, muss ich das zitieren. Aber wenn man in einem Fach promoviert, in dem man bisher noch nicht so viel Erfahrung mit dem wissenschaftlichen Schreiben sammeln konnte, stellt man sich spätestens bei der Dissertation eine Menge Fragen. Was muss ich alles zitieren und wie soll ich zitieren? Was für Bilder darf ich in meiner Doktorarbeit benutzen? Muss man Software eigentlich zitieren?

Dann liest man alle paar Jahre noch von einem Politiker, dem der Doktortitel entzogen wurde, weil er nicht richtig zitiert hat. Hier erst mal die gute Nachricht: Niemandem wird der Doktortitel entzogen weil etwas nicht richtig zitiert ist oder ein paar Zitate fehlen. In solchen Arbeiten wurde entweder bewusst betrogen oder richtig schlampig gearbeitet. Versteht mich nicht falsch; es ist wichtig gründlich und ordentlich zu zitieren, aber es gibt keinen Grund in Panik zu geraten.

In diesem Artikel versuche ich ein paar Fragen, die ich selbst hatte oder die andere mir schon gestellt haben, zu beantworten. Die Regeln des Zitierens gelten natürlich für alle Fächer aber wie man Software oder Abbildungen zitiert sind eher Fragen, die sich in experimentellen und empirischen Doktorarbeiten stellen.

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