Frohes neues Jahr! Unsere Vorsatz-Fails aus 2020

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Kennt ihr den CV of Failures? Johannes Haushofer, damals Professor für Psychologie an der Princeton University, hat vor ein paar Jahren den Trend begründet, in einer Art Anti-Lebenslauf alle Stellen aufzulisten, die er nicht bekommen hat, alle Fördergelder, die er beantragt und nicht erhalten hat und alle Artikel, der er eingereicht hat und die nicht angenommen wurden. Sein Ziel war es, die “Bilanz auszugleichen” und andere zu ermutigen, trotz Rückschlägen nicht aufzugeben.

Wir finden, dass auch bei Neujahrsvorsätzen die Bilanz mal ausgeglichen werden sollte. Und wie wir festgestellt haben, kann es sogar geradezu sein, auf gute Vorsätze aus der Vergangenheit zurückzublicken – gerade dann, wenn man sie nicht einhalten konnte. Ganz nach Marie Kondo bedanken wir uns für den Gedanken, vergeben uns dafür, ihm nicht gerecht geworden zu sein und lassen ihn dann los… und sind frei, das neue Jahr ohne schlechtes Gewissen oder Altlasten zu beginnen.

Hier also unsere Vorsatz-Fails aus 2020 (und davor)… viel Spaß beim Lesen!

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Wer kann es sich eigentlich leisten zu promovieren? Soziale Herkunft in der Hochschulkarriere

Heute lest ihr hier den dritten Artikel von Dana, die seit Kurzem festes Mitglied in unserem Redaktionsteam ist. Wir freuen uns sehr, dass Dana dabei ist und uns mit ihren Erfahrungen und Texten unterstützt! Sie promoviert in Kassel zu Migrationen, Arbeitsbeziehungen und Arbeitskonflikten, intersektionalen Ungleichheitsverhältnissen und Subjekttheorien am Beispiel zirkulärer Landarbeitsmigration nach Kanada.

Die Verteilung dieser Plätze hängt nicht nur am Fleiß oder der Begabung der Einzelnen. Photo by Nathan Dumlao on Unsplash

Achtung, heute wird es kritisch und etwas politisch 😉

Denn heute will ich mich mal auslassen – nicht über das Promovieren an sich, sondern über die unausgesprochene Tatsache, dass Promovieren nicht für alle gleichermaßen und „einfach so“ (finanziell) möglich ist. Denn Promovieren ist ein wundervolles Privileg und es geht mit tollen Erlebnissen und Erfahrungen einher – aber gerade weil es ein Privileg ist, ist die Frage, wer es sich überhaupt leisten kann, zu promovieren, eine Frage, die mich immer wieder umtreibt.

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Motivationstief oder Update für’s Gehirn? 5 (+1) Tipps für Schluffi-Tage

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Es gibt einfach Tage, an denen geht nichts. Du bist unkonzentriert, lenkst dich ständig selbst ab. Einen Satz zu schreiben ist eine Qual und jeden Satz, den du liest, hast du danach sofort wieder vergessen. Die Vorstellung, heute etwas an der Diss zu schaffen – undenkbar! Ich nenne diese Tage liefevoll „Schluffi-Tage“. Solche schlechten Tage haben alle Promovierenden von Zeit zu Zeit, und ganz besonders gern, wenn eigentlich eine Deadline drohend heranrückt oder man sich am Vortag vorgenommen hat „Ab jetzt starte ich aber so richtig durch!“

Was ganz besonders fatal ist – manchmal dauert dieser Schluffi-Tag länger als einen Tag. Ganz, ganz selten wird daraus sogar eine ganze Schluffi-Woche. Kein Wunder also, dass die meisten Promovierenden nach Strategien suchen, um aus diesem Motivationsloch wieder rauszukommen. Wir haben 5 +1 Tipp zu dem Thema gesammelt!

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Abbrechen oder Durchhalten? Teil 2

Soll ich die Promotion durchziehen oder abbrechen? Diese Frage Stellen sich viele Promovierende wenn Gespräche mit der Betreuung frustrieren, wichtiges Equipment für die Versuche nicht geliefert werden kann, Archive wochenlang geschlossen sind obwohl man dringend ein Dokument ansehen muss oder man seit Tagen vor einem leeren Dokument sitzt und nicht die richtigen Worte findet.

Herausforderungen und Probleme gehören zu einem so komplexen und langwierigen Projekt wie einer Dissertation leider dazu. Aber es gibt auch Situationen und Umstände in denen es keinen Sinn mehr macht die Arbeit zu beenden und man sich lieber anderer Projekten widmen möchte oder muss. In Teil 1 ging es um die häufigsten Probleme, die Doktoranden ans Aufhören denken lassen. In diesem Teil geht es um die Argumente, die Doktorand*innen dann doch überzeugen ihre Promotionen fortzusetzten.

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Abbrechen oder Durchhalten? Teil 1

Herzlich Willkommen zurück nach der Sommerpause! Ich hoffe ihr ertragt die Hitzewelle und verbringt eure Zeit im Wasser statt am Schreibtisch soweit möglich.

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Ich wage mal diese These: Jede Doktorandin und jeder Doktorand denkt während der Promotion ans Aufhören. Die Frage ob man eine Promotion durchziehen oder abbrechen sollte wird dementsprechend in Foren und auf Blogs viel diskutiert. Auch mir ist beim Schreiben aufgefallen, dass es eine Menge Argumente, Gefühle und Sorgen gibt, die dabei mitspielen. Daher wird dieser Artikel zwei Teile haben. In Teil 1 geht es um die häufigsten Probleme, die Doktoranden ans Aufhören denken lassen. In Teil 2 wird es um die guten oder schlechten Gründe gehen aus denen Doktoranden sich dann doch entscheiden weiter zu machen.

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“Non-Page-Victories” oder: Erfolge jenseits der getippten Seite

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Im letzten Beitrag hat Franziska A. darüber gesprochen, wie man seine Erfolge feiern kann (und sollte!). Vielleicht hat die eine oder der andere beim Lesen freudlos gelacht und gesagt: „Würde ich ja tun! Wenn ich denn mal Erfolge hätte! Ich habe noch keine Seite geschrieben!“

Eine Doktorarbeit ist – besonders in den Geisteswissenschaften – auf den ersten Blick vor allem ein großes Textdokument (In den Naturwissenschaften oder bei empirischen Arbeiten ist das etwas anders, siehe hier und hier.) Daher scheint es logisch, die Fortschritte an der Doktorarbeit in geschriebenen Kapiteln oder Seiten zu rechnen. Klingt ja logisch: Je mehr ich geschrieben habe, desto näher bin ich dem Ziel der Abgabe. Leider ist es nicht ganz so einfach.

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Wie feiert man eigentlich seine Erfolge?

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Vor ein paar Wochen an einem Donnerstag habe ich meine Dissertation abgegeben. Vier Tage später, am Montagabend, wurde mir plötzlich klar, dass ich meinen besten Freunden noch nicht davon erzählt hatte. Ich hatte am Donnerstag eine Nachricht an meinen Mann und meine Eltern geschickt und das war das. Alle weiteren Personen, denen ich davon erzählt hatte, hatte ich sowieso getroffen und wahrheitsgemäß auf „Was gibt’s bei dir so?“ geantwortet. Ist das nicht schockierend? Ich habe mich dann gefragt, ob es nun meine persönliche Schwäche ist, dass ich Erfolge nicht so leicht genießen kann oder ob das ein typisches Problem ist. Ich hatte zwar keine Zeit für eine repräsentative Umfrage, aber da ich davon ausgehe, dass der eine oder die andere ähnlich tickt, habe ich zumindest diesen Post geschrieben.

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Was ist der College Admissions Scandal?


Habt ihr es schon mitbekommen? Der Betrugsskandal um amerikanische Elite-Unis kriegt seine eigene Fernsehserie! Den meisten deutschen Medien war der Skandal eine Notiz in der Leute-Spalte wert. Immerhin ist unter anderem die Desparate Houswives-Schauspielerin Felicity Huffman angeklagt. Huffman habe, so der Vorwurf, ihrer ältesten Tochter durch die Zahlung von 15.000 US-Dollar zu einem besseren Ergebnis beim Aufnahmetest für amerikanische Colleges (den SATs) verholfen. Huffman ist nur eine von insgesamt fünfzig Angeklagten, die insgesamt mehrere Millionen Dollar Bestechungsgeldergezahlt haben sollen, um Testergebnisse zu manipulieren und Sporttrainer zu bestechen, um ein gutes Wort für die Bewerber einzulegen. 

Was hat es mit dem College Admissions Scandal auf sich? 

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Ich hasse unsere Liebe auf Distanz

Foto: unsplash

Ich mochte Revolverheld noch nie aber ihren Song „Liebe auf Distanz“ finde ich besonders ätzend. Wer will das hören? Für wen ist diese Lied? Ich bin ziemlich sicher, dass jeder, der sich in einer Fernbeziehung befindet, umschaltet sobald es im Radio kommt. Ich zum Beispiel.

Das Thema Fernbeziehung ist so sehr ein Wissenschaftlerthema, dass es auf englischen Uniblogs sogar einen Begriff dafür gibt: the two-body problem. Das soll ein mittelmäßig witziges Wortspiel auf das Dreikörperproblem der Physik sein. Dabei geht es darum die Bahnen dreier Himmelkörper, die sich gegenseitig anziehen, zu berechnen. Wie auch immer.

Mit dem Zweikörperproblem ist speziell gemeint, dass zwei Menschen, die sich in einer romantischen Beziehung befinden und beide im wissenschaftlichen Betrieb arbeiten wollen, kein leichtes Los haben. Eine wissenschaftliche Karriere erfordert, dass man da hin zieht wo die Arbeit ist und zwei gute wissenschaftliche Stellen in Pendelweite zu finden ist schon in Europa schwierig, in den USA quasi unmöglich.

Natürlich ist diese Problem nicht einzigartig für wissenschaftliche Karrieren. Tendenziell ziehen wir häufiger um, um Studienplätze, Promotionsstellen oder Jobs anzunehmen, dabei ist manchmal eine Fernbeziehung die Folge.

Mein Freund und ich führen seit etwa einem Jahr eine Fernbeziehung zwischen Detroit und Münster. Genau, Detroit in den USA. Die schnellste Verbindung von Düsseldorf nach Detroit braucht 12 Stunden. Das verrückte ist: Ich glaube wir machen das ziemlich gut. Falls ihr also an Gedanken und Tipps zum Thema Fernbeziehung interessiert seid, lest hier weiter.

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Warum eine Dissertation schreiben genauso ist wie eine Hochzeit zu planen

Durchschnittlich sind Frauen bei ihrer (Erst)heirat 31,7 Jahre alt, Männer 34,2 Jahre. Zum Abschluss ihrer Promotion waren die Deutschen im Jahr 2013 im Schnitt 33 Jahre alt . Das heißt, dass die verheirateten Promovendinnen dies mit einiger Wahrscheinlichkeit im Laufe ihrer Promotion geheiratet haben, die Männer statistisch gesehen danach. Zufälligerweise falle ich in dieses demographische Element: Ich habe, während ich an meiner Dissertation gearbeitet habe, eine ganze Weile damit verbracht, meine Hochzeit zu planen. Das war nicht nur eine willkommene Ablenkung – ich bin der Meinung, dass das Projekt Diss und das Projekt Hochzeit tatsächlich viele Gemeinsamkeiten aufweisen! Und dass ich durchaus einiges bei der Hochzeitsplanung gelernt habe, das ich auch auf mein Diss-Projekt anwenden konnte. Nur eine Ausrede, um mein Gewissen zu erleichtern? Vielleicht. Aber urteilt selbst:

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