Depression während der Doktorarbeit: Ein Erfahrungsbericht

Bild: Pixabay

Das Thema Depression während der Doktorarbeit eignet sich wenig für Smalltalk in der Kaffeepause oder den Doktorandenstammtisch. Und dennoch ist es eines, das viele von uns betrifft – so viele, dass viele von euch unseren Blog gefunden haben, weil sie diese Stichworte bei Google eingegeben haben. Wir konnten aus eigener Erfahrung bislang nur über Gefühle des Deprimiertseins während der Promotion sprechen. Heute teilen wir den Erfahrungsbericht einer Freundin, die während ihrer Promotion in England persönlich von einer Depression betroffen war. Aus verständlichen Gründen tun wir dies in anonymer Form. Wir sind sehr dankbar für diesen offenen und ehrlichen Bericht.

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Das Ende ist absehbar

Ein paar völlig subjektive und wenig zusammenhängende (eher negative) Gedanken zum letzten Jahr der Dissertation. Die Abschlussphasen-Thematik häuft sich gerade auf dem Blog, hier und hier hat Ulrike schon darüber geschrieben, wie man seine Diss gut zu Ende bringt.

Über das erste Jahr der Dissertation gibt es meistens weniger zu sagen (klagen). Im ersten Jahr meiner Doktorarbeit war ich total motiviert und begeistert. Man hätte mich gar nicht bezahlen müssen, ich hätte auch so gerne im Labor gearbeitet. Natürlich ist man mit Vielem überfordert aber man lernt eben auch sehr viel. Vor allem ist man hauptsächlich mit technischen Dingen und konkreten (Arbeits-)Abläufen überfordert, das sind alles Dinge von denen man weiß, dass man sie lernen kann. Falls ihr euch in dieser Phase der Doktorarbeit befindet, hört jetzt auf zu lesen!

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Warum all deine Kollegen Elsevier hassen und wie du endlich mitreden kannst

Wer soll das bezahlen?

Elsevier ist ein Verlag für wissenschaftliche Zeitschriften und Fachbücher mit Sitz in Amsterdam. Elsevier wird daher auch nicht französisch ausgesprochen, sondern etwa so wie „elsewir“ mit Betonung auf der ersten Silbe. Insbesondere Wissenschaftlern aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Bereichen ist Elsevier außerdem als alles-das-was-mit-der-Wissenschaft-nicht-stimmt und das-Böse-in-Verlagsform bekannt. Der Verlag veröffentlicht Forschungsergebnisse, die mit Steuergeldern bezahlt wurden, lässt diese Ergebnisse von Wissenschaftlern beurteilen, die zumeist mit öffentlichen Geldern bezahlt werden (peer-review) und nimmt dann horrende Summen von den Universitätsbibliotheken, um diese Ergebnisse zur Verfügung zur stellen. Dabei macht Elsevier Gewinne von deutlich über 30 % (siehe z.B.: hier, hier und hier).

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Macht’s noch Spaß? Nein.

Die Promotionszeit kann richtig ätzend sein. Darüber haben wir hier schon mal geschrieben und auch in den Weiten des Internets findet man unzählige Artikel dazu. Besonders gut zum Beispiel The Valley of Shit und The Swamp of Sadness auf Thesiswhisperer. Selbst Nature und Science beschäftigen sich mit der trostlosen mentalen Situation von Doktoranden (hier und hier).

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Wissenschaftlerin und Mutter – ein Zwischenstand

Das ist – zum Glück – (noch) nicht mein Kind. Bild: mytoenailcameoff (Flickr)

Seit Juni dieses Jahres bin ich Mutter – und seit August dieses Jahres bin ich Wissenschaftlerin und Mutter. (Wissenschaftlerin war ich vorher natürlich auch schon, aber ich hatte zwei Monate nach der Geburt Mutterschutz. Gerade kümmert sich hauptsächlich  mein Mann um die Kinderbetreuung). Ich habe in letzter Zeit viel darüber nachgedacht, inwiefern mich das Muttersein verändert hat. Unser ganzes Leben wurde auf den Kopf gestellt. Diese Veränderung durchdringt jeden Lebensbereich und ich habe mich gefragt, inwiefern es nicht nur die Art, wie ich arbeite, sondern auch gewissermaßen meine Identität als Wissenschaftlerin verändert hat. Continue reading “Wissenschaftlerin und Mutter – ein Zwischenstand”

Oh, Schreck, die Disputatio! Kann eine Verteidigung Spaß machen?

Lass die Korken knallen! Du hast es verdient.

Es ist schon gemein: Man hat Jahre seines Lebens in die Doktorarbeit gesteckt, hat Wochen damit verbracht, jeden Kommafehler auch in Fußnote 1123 zu finden, man kann ganze Textpassagen im Schlaf rezitieren. Dann ist die Arbeit endlich abgegeben und ehrlich gesagt,  man will sie nie mehr wieder sehen. Dann hört man erst einmal lange nichts – und das ist auch gut so, denn man will das Ding nie wiedersehen. Je nach Prüfungsordnung und Praxis am Lehrstuhl bekommt man nach einigen Monaten die Note mitgeteilt, hat vielleicht sogar Einsicht in die Gutachten. Und egal, wie gut die Gutachten sind und wie gut die Note ist, man ärgert sich (und wenn ich „man“ sage, meine ich natürlich „ich“) – was der Gutachter bemängelt, hatte ich doch extra in einer Fußnote erklärt, außerdem hat er xyz völlig falsch verstanden, und hat er die Arbeit überhaupt ganz gelesen?

Und dann kommt der Tag, an dem ich mich dem Ganzen noch einmal aussetzen muss, an dem ich die Arbeit aus der Schublade, wo sie sich doch so wohl gefühlt  hat, wieder herausholen muss. Urgh! Und dafür werde ich auch noch benotet!

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Studieren, wie es sein sollte

Wann hattet ihr das letzte Mal Spaß an eurer Promotion? Wir kennen alle Phasen in denen wir uns da kaum noch dran erinnern oder, wenn wir uns erinnern, gar nicht wissen was damals anders war. Ulrike hat auch in „10 Tipps gegen den Dissertation-Blues“ schon darüber geschrieben, wie wir aus der „alles doof“-Stimmung rauskommen können. Für mich war das Studium generale am Leibniz Kolleg Tübingen, das ich nach meinem Abi gemacht habe, eine Zeit in der mit das Studieren total Spaß gemacht hat. Hier ein paar Überlegungen, wie man meine Erlebnisse aus dieser Zeit, im Promotionsalltag nutzen kann.

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Forscherin, Dozentin, Promovendin – Wer bin ich eigentlich, und wenn ja, wie viele?

Heute gibt es einen Beitrag von Gastautorin Alessa Hillbrink. Alessa ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Hochschullehre (ZHL) der WWU Münster, wo sie unter anderem zu den Perspektiven von Nachwuchswissenschaftler/innen auf Forschung und Lehre promoviert und Workshops zu den Themen Rollenverständnis und Kommunikation hält.

Alessa Hillbrink lehrt und forscht am Zentrum für Hochschullehre der WWU Münster

Wenn ich gefragt werde, wozu ich denn eigentlich in der Psychologie promoviere, reagiert das Gegenüber auf meine Antwort regelmäßig mit einem Schmunzeln. Ich promoviere über die Doppelrolle von Promovierenden als Forschende und Lehrende  – über mich selbst also, könnte man denken. Da die Psychologie sich aber von der Introspektion als Methode zum Erkenntnisgewinn längst verabschiedet hat, schreibe ich keine Abhandlung über mein eigenes Innenleben, sondern führe Fragebogenstudien und Experimente mit Promovierenden verschiedener deutscher Unis durch. Continue reading “Forscherin, Dozentin, Promovendin – Wer bin ich eigentlich, und wenn ja, wie viele?”

Ist (deine) Forschung wichtig?

Wie kommt es eigentlich, dass ich keinen Zweifel habe, dass die Wissenschaft und die wissenschaftliche Methode ein Segen für die Menschheit sind und trotzdem denke, dass die Uniklinik statt mir vielleicht lieber einen weiteren Pfleger eingestellt hätte?

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Ich mache Tierversuche – Teil 3

Nach Teil 1 zu den ethischen Aspekten von Tierversuchen und Teil 2 zu Zahlen und Fakten rund um Tierversuche, geht es heute in Teil 3 um die konkrete Genehmigung von Tierversuchen und um die Frage, ob und was Tierversuche an verwertbarem Wissen hervor bringen.

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