Wie fängt man eine Promotion an?

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Der Starts in Wintersemester 20/21 ist ein ganz besonderer, weil er von Pandemie und Lockdown geprägt ist. Trotzdem beginnen auch in diesem November viele Promovierende ihre Dissertation und damit die spannende Reise in Richtung Doktortitel!

Wie jedes neue Projekt ist auch der Beginn einer Promotion ziemlich aufregend. Neben einer Prise Abenteuerlust schwingt bei dem Start in einen neuen Lebensabschnitt auch immer ein bisschen Unsicherheiten und Ängste mit. Das ist bei der Promotion nicht anders!

Viele Studierende liebäugeln vielleicht während ihres Masters mit der Idee, zu promovieren oder bekommen dies von Professorinnen und Dozenten nahegelegt. Aber wie fängt man so eine Promotion überhaupt an? Wie findet man eine Promotionsstelle, ein Thema, eine Betreuung und wie fängt dann wirklich mit dem Schreiben an?

Wie so oft gibt es dafür keine Patentlösung und es ist stark vom Fach abhängig.  Deshalb haben wir hier mehr oder weniger pünktlich zum Semesterstart unsere Erfahrungen für euch aufgeschrieben! Manche Erfahrungen beschäftigen sich eher mit dem formalen Weg, andere beschreiben, wie sie dann wirklich mit den Forschen begonnen haben – vielleicht helfen sie der einen oder dem anderen!

Dana, Promotionsstart ca.2014 in Soziologie

Wie habe ich mit der Dissertation angefangen? Wie bin ich zu meinem Thema gekommen und was hat mir zu Beginn geholfen? Das sind alles spannende und wichtige Fragen, die sich sicherlich nur aus der retrospektive beantworten lassen. Aber obwohl ich nun schon einige Jahre promoviere, fällt es mir doch schwer zu sagen, wie genau eigentlich alles angefangen hat. Ich würde eher sagen, dass ich in die Arbeit an der Promotion mehr oder weniger bewusst reingerutscht bin.

Während des Masterstudiums habe ich bereits an zwei Lehrstühlen als studentische Hilfskraft gearbeitet und die Lehrstuhlinhaberinnen haben damals auch meine Masterarbeit bewertet. Während des Schreibens der Masterarbeit selbst haben mich beide darauf angesprochen, was ich eigentlich nach dem Studium machen möchte (ich wollte reisen!) und ob eine Promotion für mich in Frage kommen würde. So wurde mir eigentlich erst der Gedanke zugetragen, dass auch ich promovieren könnte – denn das hat in meiner Familie und im engeren Freundeskreis bis dato noch niemand (zu Ende) gemacht.

Da für mich die Entscheidung zur Promotion aber auch ganz bewusst mit einer Finanzierung meines Lebensunterhalts einhergegangen ist, habe ich im Anschluss an das Studium erst mal als Wissenschaftliche Hilfskraft (WHK) für die beiden Lehrstühle weitergearbeitet und war dort in Forschungsprojekte involviert. Aus einem Projekt hat sich dann mehr und mehr ein Thema für mich entwickelt, dass an meine empirische Masterarbeit und an meine theoretischen Interessen anknüpfte und mich dann auch wirklich gepackt hat – so habe ich angefangen ein eigenes Exposé zu entwickeln. Aber dauerhaft ausschließlich als WHK zu arbeiten, war weder eine Option für mich, noch für die beiden Professorinnen. Außerdem wechselte eine Professorin die Universität, sodass sich die andere Professorin als Betreuerin meines Vorhabens herausstellte. Um also eine sichere Finanzierung zu haben und eine strukturelle Unterstützung der Arbeit an der Promotion zu bekommen, bewarb ich mich anschließend auf ein passendes Kolleg, an dem auch meine Betreuerin beteiligt war – und wurde prompt abgelehnt. Das war zwar ein herber Rückschlag, aber dafür hatte mich in dem Bewerbungs-Prozess mein Thema mittlerweile doch selbst so überzeugt, dass ich entschied mich nun auf ein Stipendium zu bewerben. Das Stipendium habe ich dann glücklicherweise erhalten und konnte endlich bezahlt an meinem Thema weiterarbeiten.

Schließlich hat mir also der gesamte Prozess geholfen – der übrigens fast zwei Jahre gedauert hat, bis ich offiziell an der Uni „angefangen“ habe zu promovieren – überhaupt anzufangen und weiterzumachen. Der Austausch in einem Forschungskolloquium meiner Betreuerin, an dem ich schon vor der Förderung teilnehmen konnte, war in dieser Zeit aber genauso hilfreich, wie der Zwang Abgabefristen für die Bewerbungen einzuhalten. Es hat sich also alles schrittweise so ergeben.

Ob das jedoch die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Promotionsvorhaben sind, kann und will ich an dieser Stelle (noch) nicht bewerten. Es war aber mein Weg, der sich rückblickend noch heute richtig anfühlt. 

Franziska E., Promotionsstart 2018 in Regionalstudien Lateinamerika

Ich schreibe eine klassische Individualpromotion und bin nicht in ein Forschungsprojekt eingebunden. Das heißt, meine Diss ist ganz allein mein Projekt. Das hat den Start nicht unbedingt leichter gemacht – denn ich wusste irgendwie überhaupt nicht, wie man so eine Doktorarbeit anfängt.

Meistens hat man ja schon eine ungefähre Idee, für was man sich interessiert. Zum Beispiel eine Theorie, eine Methode, ein Land, eine Epoche, eine bestimmte Bevölkerungsgruppe oder ein Aspekt. In meinem Fall hatte sich das grobe Thema (Vergangenheitsbewältigung in Kolumbien) während meiner Masterarbeit herausgeschält. Der erste – und vielleicht der schwierige Schritt – in einer Promotion ist es, aus diesem groben Thema eine passgenaue Fragestellung zu machen. Das bedeutet, der erste Schritt auf deiner To-Do Liste auf dem Weg zum Doktor ist die Frage zu klären: was will ich eigentlich herausfinden?

Ein super Tipp, den ich damals bekommen habe: Fang mit einer Begriffsdefinition an! Da geht auch, wenn man noch nicht genau weiß, wohin die Reise geht. In deiner Arbeit soll es um Kinderarbeit gehen? Dann kann es sinnvoll sein, an diesem Punkt anzusetzen und erstmal zu definieren, was Kinderarbeit ist. Dazu muss man Literatur zu dem Thema sichten und vielleicht fallen dir interessante Problemlagen auf, z.B. Spannungen zwischen legalen, sozialen und der wirtschaftlichen Ebene von Kinderarbeit.

Um die Forschungsfrage dann wirklich zu konkretisieren, habe ich fast ein Jahr gebraucht. In dieser Zeit habe ich wahnsinnig viel gelesen und unzählige Mindmaps gemacht. In diesen Mindmaps habe ich visuell festgehalten, welche interessanten Themenbereiche ich identifiziert habe und wie die zusammenhängen. Außerdem habe ich meine wirren, unausgegorenen Ideen schnell zur Diskussion gestellt, z.B. in diversen Kolloquien, Forschungsgruppen und Studierenden-Konferenzen. Zusammen mit dem Input von anderen Promovierenden, Postdocs und Professorinnen habe ich immer mehr Schwachstellen meines Projekts identifiziert und ausgebügelt, die Quellen und Methoden konkretisiert und mich so immer näher meiner eigentlichen Frage genähert.

Der Anfang einer Promotionszeit ist von jeder Menge „Neu-Anfängen“ geprägt. Viele Ideen werden entwickelt und wieder verworfen. Das fühlt sich manchmal frustrierend an, ist aber ein wichtiger Teil. Es wird ganz schlimm, bevor es besser wird. Irgendwann während des ersten Jahres kommt der Punkt, an dem man das Gefühl hat, sich ins größte Chaos manövriert zu haben. Seit Monaten sitzt man an der Diss, hat aber gefühlt noch keine Erfolge. Bücher, Aufsätze stapeln sich und du hast das Gefühl, nach all dem Lesen weißt du weniger als vorher. Auch das ist vollkommen normal!

Wichtig ist, sich nicht komplett Planungen zu verlieren. Irgendwann muss man einfach den Mut haben, an irgendeinem Ende anzufangen. Rückblickend weiß ich heute, dass ich lange Zeit in eine „falsche“ Richtung gelesen habe, die letztendlich für meine Dissertation keine Rolle spielt. Das konnte ich damals aber noch nicht wissen – erst durch die Beschäftigung mit dem Thema habe ich erkannt, dass ich doch keine Lust habe, 3 Jahre zu diesem Thema zu arbeiten. Das „eigentliche“ Kernthema meiner Diss ist mir dann zufällig bei der Recherche in die Hände gefallen. So beschreiben es die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen – wenn man heute da erste Exposé liest, muss man häufig schmunzeln und bemerkt, dass man am Ende eine ganz andere Diss geschrieben hat, als anfangs angenommen.

Ulrike, Promotionsstart 2013 in Geschichte

Ich hatte eigentlich nie vor, zu promovieren. Der Gedanke daran, so lange an einem Projekt zu arbeiten, schreckte mich ab. Außerdem fand ich, dass es eher an der Zeit für den Einstieg ins „echte“ Berufsleben war, ohne noch mehr Zeit auf ein verlängertes Studentenleben zu verschwenden. Ohne jetzt zu kitschig klingen zu wollen: Es war tatsächlich das Thema, das mich umgestimmt hat.

Ich hatte mich in meinem Masterstudium in Berlin schon immer gerne mit dem Themenkomplex Politik und Religion in den USA beschäftigt. Als ich dann erfuhr, dass es in Münster ein Exzellenzcluster „Religion und Politik“ gab und man dort die Möglichkeit hatte, zu promovieren, war klar, dass ich mich auf jeden Fall bewerben wollte. Schon die Arbeit am Exposé machte mir unglaublich viel Spaß, die Vorstellungsgespräche erstaunlicherweise auch und auch die Stadt passte zu mir, fand ich. Als dann die Nachricht kam, dass es geklappt hat, musste ich überhaupt nicht überlegen, bevor ich zusagte.

Letztendlich habe ich mit meinem Thema noch zwei Schleifen gedreht, bevor es die Konturen annahm, die es dann auch als Diss hatte. Aber das machte nichts, da ich weiter in dem Themenfeld forschen, lesen und schreiben konnte, das mich faszinierte (und ich dankenswerterweise auch durch mein Umfeld und meine Betreuung die Unterstützung hatte, die ich brauchte).

Bis zum Ende ist dieser Spaß am Thema nie verloren gegangen, und auch die harte Zeit direkt vor der Abgabe war ich von vielem genervt, aber nicht von meinem Thema. Das ist sicher auch der Grund, warum ich dran geblieben bin – es hat einfach nie aufgehört, mich zu packen. Dazu kamen aber auch sehr günstige Rahmenbedingungen. Ich konnte mir schnell ein vertrautes soziales Umfeld aufbauen, habe mich am Lehrstuhl wohlgefühlt und hatte durch Mentoring und diverse Begleitveranstaltungen für die Promovenden des Clusters nie das Gefühl, Einzelkämpferin zu sein. Eine Dozentin von mir sagte einmal über ihre eigene Entscheidung, zu promovieren: Wenn mich jemand dafür bezahlt, zu lesen und zu schreiben – wie verrückt wäre ich denn, das abzulehnen!

Franziska A., Promotionsstart 2015 in Physik

Ich bin wie die meisten Physikstudierenden zu meiner Dissertation gekommen: über die Masterarbeit. Im Masterstudium habe ich eine Vertiefung im Bereich Biophysik belegt und darin wiederum die Vertiefung MR Bildgebung gewählt. In diesem Bereich habe ich dann auch meine Masterarbeit gemacht.

Ich hatte zu Beginn meines Maters überhaupt nicht vor zu promovieren. Der Bachelor in Physik ist mir sehr schwergefallen und ich dachte ich hätte weder die nötige Begeisterung noch das nötige Talent für einer Dissertation. Glücklicherweise war für unsere Masterarbeit ein ganzes Jahr eingeplant (Projektarbeit + Masterarbeit), sodass ich Gelegenheit hatte wirklich in den Alltag einer Forschungsgruppe zu schauen und mich in die experimentelle Arbeit zu vertiefen. Und siehe da, es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Als mein Prof mir dann eine Promotionsstelle angeboten hat, habe ich noch mal kurz ernsthaft darüber nachgedacht ob es das richtige ist. Mich dann aber dafür entschieden, auch weil ich das Gefühl hatte, mit meiner Forschung gerade an einem spannenden Punkt zu sein.

Ich weiß noch genau wie ich zur Personalabteilung, die zwei Straßen weiter war, gelaufen bin, um meinen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Ich war sehr glücklich und habe innerlich ein Memo für Zukunfts-Franziska aufgenommen, damit ich mich auch in schwierigen Phasen der Diss daran erinnern könnte wie sehr ich mich darauf gefreut hatte und wie viel Spaß ich an meiner Arbeit hatte.

Wie alteingesessenen Leserinnen und Leser des Blogs wissen ist diese Liebe für mich im Laufe meiner Dissertation deutlich abgekühlt und folgerichtig habe ich die Uni dann auch nach der Promotion verlassen. Trotzdem hat mir diese bewusste Freude und Begeisterung am Anfang immer wieder geholfen dran zu bleiben und optimistisch zu bleiben. Ich wusste immer, dass die ich Entscheidung zu promovieren aus den für mich richtigen Gründen getroffen hatte und konnte mich zumindest ein bisschen wieder in die Aufbruchsstimmung des ersten Promotionsjahres hineinversetzen.

Ihr seht – der Weg zur Doktorarbeit ist nicht immer gradlinig. Häufig dauert es länger, bis die Stelle passt, die Finanzierung steht und das Thema festgezurrt ist. Das ist vollkommen normal, auch wenn man manchmal das Gefühl hat, man sei die Einzige mit diesen Problemen. Schildert uns eure Erfahrungen gern in den Kommentaren!

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Sommer, Sonne, Urlaubszeit? Für Promovierende ist es leider nicht so einfach, um nicht zu sagen: Urlaub ist ein echtes Reizthema. Immer wieder treffe ich Doktoranden, die sich damit brüsten, seit 3 Jahren keinen Urlaub gemacht zu haben. Auch wenn der Urlaub jedem angestellten Promovenden vertraglich zusteht: an manchen Instituten gehört es zum guten Ton, während der kompletten Promotion keinen Urlaub zu nehmen. In einem solchen Umfeld kommentieren Kolleginnen und Kollegen Urlaubspläne gerne mit einer hochgezogenen Augenbraue. Dabei schwingt der unausgesprochene Vorwurf mit: wer Zeit für Urlaub hat, bei dem kann es mit dem Arbeitsethos ja wohl nicht so weit her sein.

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Chunk-Work oder die Macht des freien Tages

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Viele Promotionsratgeber vergleichen die Doktorarbeit mit einer Pflanze, die man kontinuierlich pflegen und jeden Tag gießen soll. Würde man das nicht tun – und die Pflanze dann nach Wochen mit einer ordentlichen Portion Wasser bzw. Arbeit überschütten, verkraftet das Pflänzchen das nicht und geht ein. Es gibt dementsprechend auch viele Tipps à la „jeden Tag mindestens einmal das Diss-Dokument aufmachen“ um „am Ball zu bleiben“. Für viele ist das bestimmt der richtige Weg und gegen kontinuierliches Arbeiten habe ich auch gar keine Argumente. Trotzdem habe ich gemerkt, dass ich deutlich besser mit meiner Doktorabeit vorankomme, seitdem ich nicht mehr jeden Tag daran arbeite. Ich gebe sogar zu – ich habe regelmäßig „dissfreie Tage“ – unter der Woche!

Ich spoilere schon mal so viel: Die Methode hinter diesem ketzerischen Arbeitsrhythmus heißt Chunk-Work und sie hat meinen Arbeitsalltag revolutioniert.

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Man kann es langsam nicht mehr hören, aber es ist nun mal Realität: die Corona-Pandemie hat uns fest im Griff und plötzlich ist alles anders. Das gilt für das Leben im Allgemeinen und für das Promovieren im Speziellen. Wenn man es trotz Home-Office, geschlossenen Bibliotheken und abgesagten Feldphasen geschafft hat, die Doktorarbeit abzugeben, redet Corona auch noch ein Wörtchen bei der Verteidigung mit.

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Ein Ratschlag, den bestimmt viele Promovierenden in den letzten Wochen gehört haben (Stichwort Corona-Krise), lautet: „Nutz doch die Zeit und fang schon mal mit dem Schreiben an“. Gut gemeint. Der Gedanke, in die Schreibphase der Dissertation einsteigen, löst jedoch bei vielen Promovierenden eine gewisse Panik aus.

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Was verdienen Doktoranden?

Die Corona-Krise hat uns weiterhin fest im Griff und ein Thema, das immer mehr Raum einnimmt, ist die wirtschaftliche Krise die damit einhergeht. In einer Rezession bekommt die Frage „Wie finanziere ich eigentlich meine Doktorarbeit?“ für Viele ein stärkeres Gewicht.

In einer schwierigen wirtschaftlichen Situation entscheiden sich einige vielleicht sogar eher für eine Promotion, da die Jobsuche außerhalb der Uni schwierig ist und eine Promotion vielleicht die eigenen Chancen erhöht. Eine Promotion anzufangen, weil man keinen anderen Job findet kann aber auch richtig schief gehen. Vor allem, weil man sich in ein Projekt stürzt, das extrem anspruchsvoll ist aber nicht das was man eigentlich wollte. Zur Frage „Soll ich promovieren oder nicht?“ findet ihr hier mehr.

Zur Frage ob sich eine Doktorarbeit finanziell lohnt habe ich zwei relativ aktuelle Artikel (beide von 2019) gefunden. Einmal hier vom FAZ Schulportal und einmal hier von der Agentur „Text und Wissenschaft“.

In diesem Beitrag habe ich euch heute die wichtigsten Infos zum Thema „Was verdienen Doktoranden?“ zusammengetragen: The Good, the Bad and the Ugly – drei Modelle um eine Doktorarbeit zu finanzieren

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Frohe Weihnachten & ein paar Links

Von Paola Chaaya bei Unsplash.

Merkt ihr es auch am Arbeitspensum? Die Feiertage nahen und auch der Jahreswechsel steht kurz bevor. Hier im Café cum laude blicken wir dankbar auf die letzten 12 Monate zurück. Besonders glücklich sind wir, dass seit August Franziska E. unser Team und den Blog verstärkt – wie schön, dass wir um eine Stimme reicher geworden sind. Und:

Dieses Jahr sind wir zwei Jahre alt geworden! Aber das ist nicht der einzige Meilenstein: Franziska A. hat ihre Dissertation abgegeben, beide Franziskas haben geheiratet und Ulrike hat ihren ersten Post-Doktorandenleben-Job angetreten.

Vor allem aber sind wir froh und stolz, dass so viele von euch immer wieder den Weg hierhin finden und etwas Brauchbares oder Inspirierendes für den langen Promotionsweg mitnehmen können. Danke dafür!

Wir melden uns im Januar wieder. Und falls es euch an Prokrastination Inspiration mangelt, haben wir einige lesenswerte Artikel für euch zusammen gestellt:

Best of Zeit Campus: Sie werben mit Inklusion, aber einen Blinden wollen sie nicht. Warum die inklusive Hochschule eine Illusion ist.

Noch mehr Zeit Campus: Jutta Allmendinger und Martin Mann stellen fünf Forderungen auf, junge Forscherinnen und Forscher besser zu behandeln.

Für viele noch weit weg, aber irgendwann ist es soweit: Wo und wie die Diss publizieren? Sarah-Mai Dang hat eine sehr hilfreiche Übersicht über die verschiedenen Optionen (Verlage, Repositorien, Open Access) erstellt.

Warum wir die innere Feministin hinaus lassen sollten. Don’t swallow your pride – swallow other people’s expectations.

Wer Inspiration sucht: Eine extreme gelungene Vorstellung eines Dissertationsprojekts.

Achtsamkeit in der Promotionsphase: Eine Anleitung mit praktischen Übungen.

Warum “Ausstieg” nicht das richtige Wort für alternative Karrieren nach der Promotion ist.

Done-Listen statt To-Do-Listen.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2020 von uns!

“Non-Page-Victories” oder: Erfolge jenseits der getippten Seite

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Im letzten Beitrag hat Franziska A. darüber gesprochen, wie man seine Erfolge feiern kann (und sollte!). Vielleicht hat die eine oder der andere beim Lesen freudlos gelacht und gesagt: „Würde ich ja tun! Wenn ich denn mal Erfolge hätte! Ich habe noch keine Seite geschrieben!“

Eine Doktorarbeit ist – besonders in den Geisteswissenschaften – auf den ersten Blick vor allem ein großes Textdokument (In den Naturwissenschaften oder bei empirischen Arbeiten ist das etwas anders, siehe hier und hier.) Daher scheint es logisch, die Fortschritte an der Doktorarbeit in geschriebenen Kapiteln oder Seiten zu rechnen. Klingt ja logisch: Je mehr ich geschrieben habe, desto näher bin ich dem Ziel der Abgabe. Leider ist es nicht ganz so einfach.

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