Lieblinge, 5

Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Lieblinge. Ich schreibe diesen Blogpost gerade ganz klischeemäßig im Starbucks in Münster. Das liegt nicht daran, dass ich so gerne Iced Vanilla Lattes trinke (obwohl das eines meiner guilty pleasures ist), sondern daran, dass es so unglaublich heiß ist.

Daher steigen wir aus gegebenem Anlass gleich ein mit zwei Tipps gegen die Hitze. Erstens parkt euer Fahrrad nicht in der Sonne. Insbesondere nicht, wenn es einen schwarzen Sattel hat. Zweitens, wie ihr sicher wisst kühlt kaltes Wasser ganz gut. Mutige füllen einfach den Büromülleimer mit kaltem Wasser und stecken ihre Füße hinein. Wem das zu auffällig ist, ein Taschentuch kalt befeuchten und in den Nacken legen hilft auch ganz gut und ist ziemlich unauffällig.

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Wie, wo und wann schreibt man eigentlich eine empirische Doktorarbeit? Ein paar praktische Aspekte.

Auch ein wichtiger Tipp: irgendwann muss man anfangen und sich damit anfreunden, dass der erste Entwurf von fast allem katastrophal ist.

Nachdem man sich durch Jahre der Datenakquisition (zu den Freuden und Leiden einer experimentellen Diss, siehe hier), -verarbeitung und -analyse gekämpft hat, steht nur noch ein winziges Detail zum Abschluss der Dissertation vor einem: das tatsächliche Schreiben eben dieser.

Ich habe diesen Prozess gerade begonnen und habe definitiv mehr Fragen als Antworten. Aber vielleicht ist es für die Eine oder den Anderen hilfreich von meinen Versuchen und Ideen zu hören. Heute geht es um die ganz praktischen Aspekte des Schreibens, also wie, wo und wann schreibe ich. Außerdem gibt es noch eine Idee, sich der Struktur seiner Diss zu nähern.

Falls ihr mit der Diss schon fast fertig seid, hier hat Ulrike darüber geschrieben, wie man einen guten Schlussteil verfasst. Und für uns alle gibt es hier einen Pep-talk von Ulrike, dass wir das wirklich auch schaffen können.

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Was hat es mit wissenschaftlichen Postern auf sich?

Nicht solche Poster …. Foto: Unsplash

Letzte Woche war ich auf der ISMRM, der internationalen Konferenz für MRT in klinischen und präklinischen Anwendungen. Die ISMRM ist eine ziemlich große Konferenz mit etwa 5500 Teilnehmer und fand dieses Jahr in Montreal statt. Ein hoch auf den Uni-Jetset!

Anlass diese Posts ist aber nicht der Glamour-Faktor einer Konferenz, sondern die Basis: Posterbeiträge. Für alle nicht-Wissenschaftler klingt es immer etwas schräg, wenn man ein Poster für eine Konferenz macht. Die meisten wissenschaftlichen Poster kommen aber ganz ohne den Einsatz von Kleber und Schere aus. Tatsächlich hat die ISMRM in diesem Jahr etwas gewagt, was ich noch auf keiner Konferenz gesehen habe: es gab keine traditionellen Papierposter mehr, sondern nur noch digitale.

Das Schöne an Posterpräsentationen ist, das man ganz direkten mit interessierten Wissenschaftlern ins Gespräch kommt. Man hält weniger einen Monolog, sondern unterhält sich über seine Forschung. Dadurch kann man als Zuhörer viele Fragen stellen und über die Dinge, die einen besonders interessieren, mehr hören. Als Vorstellender bekommt man sehr direktes Feedback und oft auch gute Ideen, was man noch mit den Daten oder der Methode machen kann. Außerdem ist es für die meisten viel entspannter sich am Poster mit zwei bis drei Menschen gleichzeitig zu unterhalten anstatt vor hundert Menschen einen Vortrag zu halten.

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Was dich bei einer experimentellen Doktorarbeit erwartet

Foto: unsplash

In den meisten Naturwissenschaften ist eine experimentelle Arbeit der Standard. Das heißt du musst die Daten auf denen deine Arbeit basieren soll, erst noch generieren. Es gibt vielleicht schon eine Hypothese oder Vorarbeiten oder einen experimentellen Setup aber du wirst noch (eine Menge) Experimente durchführen müssen.

Das Experiment ist der heilige Gral der Wissenschaft. Es kann wunderschöne Theoriegebäude abreißen und völlig neue Richtungen vorgeben. Das klingt großartig. Aber was erwartet dich wirklich in einer experimentellen Doktorarbeit? Mit Tipps für ein vernünftiges Laborbuch 😉

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Ich hasse unsere Liebe auf Distanz

Foto: unsplash

Ich mochte Revolverheld noch nie aber ihren Song „Liebe auf Distanz“ finde ich besonders ätzend. Wer will das hören? Für wen ist diese Lied? Ich bin ziemlich sicher, dass jeder, der sich in einer Fernbeziehung befindet, umschaltet sobald es im Radio kommt. Ich zum Beispiel.

Das Thema Fernbeziehung ist so sehr ein Wissenschaftlerthema, dass es auf englischen Uniblogs sogar einen Begriff dafür gibt: the two-body problem. Das soll ein mittelmäßig witziges Wortspiel auf das Dreikörperproblem der Physik sein. Dabei geht es darum die Bahnen dreier Himmelkörper, die sich gegenseitig anziehen, zu berechnen. Wie auch immer.

Mit dem Zweikörperproblem ist speziell gemeint, dass zwei Menschen, die sich in einer romantischen Beziehung befinden und beide im wissenschaftlichen Betrieb arbeiten wollen, kein leichtes Los haben. Eine wissenschaftliche Karriere erfordert, dass man da hin zieht wo die Arbeit ist und zwei gute wissenschaftliche Stellen in Pendelweite zu finden ist schon in Europa schwierig, in den USA quasi unmöglich.

Natürlich ist diese Problem nicht einzigartig für wissenschaftliche Karrieren. Tendenziell ziehen wir häufiger um, um Studienplätze, Promotionsstellen oder Jobs anzunehmen, dabei ist manchmal eine Fernbeziehung die Folge.

Mein Freund und ich führen seit etwa einem Jahr eine Fernbeziehung zwischen Detroit und Münster. Genau, Detroit in den USA. Die schnellste Verbindung von Düsseldorf nach Detroit braucht 12 Stunden. Das verrückte ist: Ich glaube wir machen das ziemlich gut. Falls ihr also an Gedanken und Tipps zum Thema Fernbeziehung interessiert seid, lest hier weiter.

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Frühjahrsputz für Doktoranden

Seit Marie Kondo auch Netflix erobert hat, ist Ausmisten und Aufräumen zu einem richtigen Lifestyle mutiert. Auch ich muss zugeben, dass es mich mit tiefer Zufriedenheit erfüllt Dinge auszusortieren und eine schön ordentliche Unterwäscheschublade zu besitzen.

Bei mir in der Straße gibt es so eine gift box. Da kann man Kleidung, Bücher und Sonstiges, das man nicht mehr braucht rein legen und wer mag nimmt es sich raus. Neulich war ich gerade dabei ein paar alte Klamotten darin aufzuhängen, als zwei ältere Damen auf mich zu kamen und ganz interessiert daran waren. Die eine war happy über meine pinke Yogahose, die Andere über einen Schal. Ich habe mich natürlich auch gefreut, das die Sachen noch genutzt werden und nicht in der Müllverbrennungsanlage enden. Das nur als Einstieg, um euch positiv aufs Aufräumen zu stimmen.

Jetzt geht es um den speziellen Frühjahrsputz im Doktorandenleben. Was waren eure Vorsätze für diese Jahr? Endlich Bücher in die Unibibliothek zurückbringen? Paper auch lesen und nicht nur ausdrucken? Vielleicht ist ein Frühjahrsputz das richtige, um diese Vorsätze noch einmal aufzufrischen.

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Das Ende ist absehbar

Ein paar völlig subjektive und wenig zusammenhängende (eher negative) Gedanken zum letzten Jahr der Dissertation. Die Abschlussphasen-Thematik häuft sich gerade auf dem Blog, hier und hier hat Ulrike schon darüber geschrieben, wie man seine Diss gut zu Ende bringt.

Über das erste Jahr der Dissertation gibt es meistens weniger zu sagen (klagen). Im ersten Jahr meiner Doktorarbeit war ich total motiviert und begeistert. Man hätte mich gar nicht bezahlen müssen, ich hätte auch so gerne im Labor gearbeitet. Natürlich ist man mit Vielem überfordert aber man lernt eben auch sehr viel. Vor allem ist man hauptsächlich mit technischen Dingen und konkreten (Arbeits-)Abläufen überfordert, das sind alles Dinge von denen man weiß, dass man sie lernen kann. Falls ihr euch in dieser Phase der Doktorarbeit befindet, hört jetzt auf zu lesen!

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Geld? Welches Geld? – Finanzen für Doktoranden

Falls es euch noch nicht aufgefallen ist, es ist jetzt Trend sich um seine Finanzen zu kümmern. Es gibt hunderte Blogs, Podcasts und Bücher zu Themen wie investieren, finanzielle Freiheit und passivem Einkommen. Falls ihr euch beim Anblick eures Kontos auch immer wieder fragt: Geld? Welches Geld? Ist es vielleicht an der Zeit sich mit dem Thema auseinanderzusetzten.

Zum einen, weil es wichtig ist seine persönlichen Finanzen im Griff zu haben. Zum anderen, weil man in einer kapitalistischen Gesellschaft vielleicht ein kleines bisschen über das, was man mit Kapital so machen kann, wissen sollte.

Meine Empfehlungen sind der Podcast von Madame Moneypenny und das Buch „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“ von Gerd Kommer. Madame Moneypenny heißt im echten Leben Natascha Wegelin und ist im Moment überall. Ihr Podcast ist lehrreich und unterhaltsam. Das Buch von Gerd Kommer zielt natürlich darauf ab sein Geld in ETFs anzulegen aber es bietet auch eine super Einführung in Grundbegriffe der Börse und Geldanlage. Man lernt zum Beispiel was diese ETFs* sind, von denen alle reden, was Risiko an der Börse tatsächlich bedeutet und was der Unterschied zwischen anlegen und spekulieren ist. Das Buch ist recht wissenschaftlich geschrieben, man lernt also eine Menge und hört zu den meisten Thesen Pro- und Kontraargumente. Es erfordert dadurch aber auch etwas mehr Konzentration beim Lesen.

Dieser Beitrag soll euch dabei helfen, einfach mal mit dem Thema anzufangen und erst einmal einen Überblick über eure Finanzen zu gewinnen.

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Nervennahrung: Brownies mit Süßigkeiten-Topping

Der Februar ist definitiv ein Monat für süße, schokoladige Nervennahrung. Es ist immer noch kalt und dunkel, die Neujahrvorsätze hat man schon wieder über Bord geworfen und Karneval ist auch um die Ecke (soll ja Leute geben, die das freut…).

Diese Brownie-Rezept habe ich von Smitten Kitchen , einem der besten Foodblogs überhaupt. Diese Brownies sind Kakaobrownies, das heißt sie enthalten keine geschmolzene Schokolade, sondern nur Kakaopulver. Dadurch werden sie etwas kuchiger was ich ganz gerne mag.

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